SAP hat neue Funktionen angekündigt, die Unternehmen bei Lohngerechtigkeit und der Umsetzung der EU-Entgelttransparenzrichtlinie unterstützen. Ziel ist es, HR-Abteilungen datenbasierte Analysen bereitzustellen, regulatorische Berichtspflichten zu erfüllen und interne Transparenz strukturiert umzusetzen.
Die offizielle Ankündigung wurde im SAP News Center (Februar 2026) veröffentlicht.
Rechtlicher Rahmen: EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2023/970
Mit der EU-Richtlinie 2023/970 verpflichtet die Europäische Union Unternehmen dazu, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede transparenter zu machen und aktiv gegen Entgeltungleichheit vorzugehen.
Die Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie bis 7. Juni 2026 in nationales Recht umsetzen.
- Offenlegung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede
- Transparente Gehaltsspannen im Recruiting
- Auskunftsanspruch für Mitarbeitende
- Dokumentationspflicht bei signifikanten Pay Gaps
Eine praxisnahe Zusammenfassung der Anforderungen bietet unter anderem die IHK Stuttgart.
Was genau hat SAP angekündigt?
Laut SAP sollen neue Analyse- und Reporting-Funktionen innerhalb der SAP SuccessFactors Landschaft Unternehmen gezielt bei der Einhaltung der EU-Vorgaben unterstützen.
„These new capabilities help organizations advance pay equity and comply with EU pay transparency regulations.“
– SAP News Center, Februar 2026
Die Erweiterungen adressieren insbesondere drei Kernbereiche:
1. Erweiterte Pay-Equity-Analysen
Strukturierte Auswertung von Gehaltsdaten, Identifikation von Lohnlücken sowie Analyse nach Geschlecht, Rolle oder Region.
2. Transparenz-Self-Services
Mitarbeitende erhalten automatisierte, nachvollziehbare Informationen zu Gehaltsbandbreiten und Vergleichswerten.
3. Standardisierte Reporting-Funktionen
Unternehmen können gesetzlich geforderte Reports strukturierter und reproduzierbar erstellen.
Warum viele Unternehmen noch nicht vorbereitet sind
Medienberichte zeigen, dass zahlreiche Unternehmen noch keine ausreichenden Datenstrukturen für eine saubere Pay-Gap-Analyse besitzen. Das Handelsblatt berichtete zuletzt über deutliche Vorbereitungsdefizite in deutschen Unternehmen.
Typische Herausforderungen:
- Fragmentierte HR-Systeme
- Unvollständige Vergütungsdaten
- Fehlende Analytics-Strategie
- Manuelle Excel-Reports
Die regulatorische Pflicht wird damit schnell zu einem strukturellen IT- und Datenprojekt.
Compliance ist Pflicht – Transparenz ist Strategie
Richtig umgesetzt kann Entgelttransparenz mehr sein als nur regulatorische Erfüllung. Sie beeinflusst:
- Employer Branding
- Recruiting-Effizienz
- Mitarbeitervertrauen
- interne Governance-Strukturen
Unternehmen, die jetzt ihre SAP-HCM-Architektur modernisieren, schaffen langfristige Wettbewerbsvorteile.
Wie Xayambe Sie unterstützen kann
Xayambe begleitet Unternehmen bei der strukturierten Umsetzung von SAP HCM- und SuccessFactors-Lösungen – mit Fokus auf Datenqualität, Compliance und nachhaltige HR-Architektur.
- SAP SuccessFactors Implementierung & Optimierung
- Integration verteilter HR-Systeme
- Pay-Equity-Analytics Setup
- Automatisierung gesetzlicher Reports
- Compliance-Readiness-Analyse zur EU-Entgelttransparenz 2026
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Ihre HR-Systemlandschaft regulatorisch und strategisch zukunftssicher aufzustellen.
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FAQ – EU-Entgelttransparenz 2026
Was ist die EU-Entgelttransparenzrichtlinie 2026?
Die Richtlinie 2023/970 verpflichtet Unternehmen zur Offenlegung geschlechtsspezifischer Lohnunterschiede sowie zur Transparenz bei Gehaltsspannen und Vergütungsstrukturen.
Ab wann gilt die Umsetzung in Deutschland?
Die nationale Umsetzung muss bis spätestens 7. Juni 2026 erfolgen.
Wie unterstützt SAP SuccessFactors bei der Compliance?
Durch integrierte Analyse-, Reporting- und Transparenzfunktionen innerhalb der HCM-Landschaft.
Welche Risiken bestehen bei fehlender Vorbereitung?
Neben regulatorischen Sanktionen drohen Reputationsschäden und Vertrauensverlust bei Mitarbeitenden.
Warum sollte man jetzt handeln?
Weil Datenarchitektur, Integration und Reporting-Prozesse Zeit benötigen – besonders in gewachsenen Systemlandschaften.



