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Teil 6: Bereit für den Parallelbetrieb? (… die Implementierung fliegt immer mit …)

Logbuchnotizen über Kursabweichungen in HR-Digitalprojekten, den Mehrwert externer Projektbegleiter und die epischen Raumabenteuer der MERIDIAN auf ihrer Reise zum Planeten Arcadia.

 

Auf Kurs nach Arcadia (theoretisch)

Es gibt Momente im All, da scheint alles im Gleichgewicht zu sein. Die MERIDIAN gleitet elegant durch den Raum, Navara arbeitet routiniert an ihrer Konsole, Morten überprüft die Energieversorgung (und die Kaffeemaschine), während Varek mit unbewegter Ruhe dasteht, als könne er allein durch Disziplin die Entropie des Universums aufhalten.

Captain Tyrell steht auf der Brücke mit festem Blick auf den Kontrollschirm. Er strahlt die Art von Zuversicht aus, die nur jemand haben kann, der noch nicht weiß, was gleich passieren wird.

Für einen kurzen Moment fühlt sich alles … verdächtig leicht an.

Drei Tablets, tausend Begriffe, null Plan

Dann öffnet sich die Tür. Der externe Softwareanbieter betritt die Brücke, gefolgt von zwei Kolleginnen – alle drei mit Tablets und diesem Lächeln bewaffnet, das signalisiert: „Wir brauchen nur mal eben fünf Minuten.“

„Bevor Sie gleich Kurs setzen“, sagt der Anbieter freundlich, „müssen wir noch die Übergabematrix klären.“

Tyrell blinzelt. „Die was?“

„Es geht um den Synchronisationspunkt zwischen Alt- und Neuantrieb“, erklärt Kollegin eins. „Sonst kollidieren die Datenströme mit einem temporären Schwerkraft-Delta.“

„Sollen die Navigationsdaten direkt oder lieber über eine Pufferschicht gekoppelt werden?“, fragt Kollegin zwei. „Wir empfehlen ein asynchrones Quanten-Buffering, aber nur, wenn das Plasmamodul nicht im Stand-by ist.“

Tyrell schaut auf den Hauptschirm, als könne der Weltraum ihm helfen, das eben Gehörte zu übersetzen. Die Crew der MERIDIAN und das Anbieter-Team starren sich an wie zwei Spezies, die gerade herausfinden, dass sie unterschiedliche Definitionen von „Deadline“ haben.

Plötzlich schrillt der Alarm los:Konflikt in der Navigationsroute. 95-prozentige Wahrscheinlichkeit einer Kursabweichung durch fremdes Flugobjekt!“

„Ach nö – nicht ausgerechnet jetzt!“, meckert Tyrell.

Auf dem Hauptbildschirm zieht ein grüner Lichtpunkt an der MERIDIAN vorbei und verschwindet hinter einem einsamen Asteroiden.

Morten ruft: „Das war die Nova VII mit Kurs auf Arcadia. Die haben uns gerade eiskalt abgedrängt und überholt!“

Captain Tyrells Gesichtsfarbe wechselt von einem blassen Androidenweiß zu feurigem Marsrot. „Das darf nicht wahr sein! Varek, ruf sofort Maya Bex vom Rettungsschiff XAYAMBE an Bord! Wir brauchen eine versierte Projektbegleitung!“

SOS, Statistik und eine Prise zu viel Stolz

Wie auf Kommando materialisiert sich der rote XAYAMBE-SOS-Knopf auf der Brücke.

Varek blickt konzentriert auf seinen Kontrollbildschirm. „Ähm … nein, danke.“

Tyrell dreht sich zu ihm. „Wie – nein? Ich habe mich wohl verhört?“

„Ich halte es für statistisch unklug, Maya Bex erneut zu kontaktieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie mich für einen Hypochonder hält, liegt bei 67,3 Prozent“, sagt Varek, dem sichtlich unwohl ist.

Navara und Morten grinsen sich an.

„Das grenzt an Meuterei, Varek“, schimpft Tyrell. „Aber gut, wenn meinem Ersten Offizier heute nicht nach Arbeit zumute ist, übernehme ich das eben selbst!“

Mit diesen Worten drückt er den XAYAMBE-SOS-Knopf.

Interimsmodus aktiviert

Innerhalb weniger Sekunden materialisiert sich Maya Bex auf der Brücke. Das Anbieter-Team stürzt sich sofort auf sie und wirft mit Fachwörtern um sich wie mit Konfetti auf einer schlecht organisierten Betriebsfeier.

Maya lässt sie gewähren, notiert sich die wichtigsten Punkte, stellt dann eine einzige Frage: „Sie meinen, Sie brauchen jemanden, der weiß, wie man zwei Excel-Sheets zusammenführt, ohne dass etwas explodiert?“

Das Team nickt erleichtert.

Eine Routine, die alles rettet

„Ich schlage Folgendes vor“, sagt Maya dem Anbieter-Team. „Wir planen wöchentlich ein Status-Meeting: Was ist erledigt, was blockiert den Fortschritt und wo sind Entscheidungen erforderlich? Zudem eine Projektdokumentation, die auch dann noch nachvollziehbar bleibt, wenn jemand mal zwei Wochen im Orbit verschwindet.“

Das externe Team nickt zustimmend.

„Und wer übernimmt das Protokoll?“, fragt Navara.

„Wir übernehmen das alles interimistisch, damit keine Informationen verloren gehen und Sie nicht jeden Satz mehrfach übersetzen müssen. Sie können sich weiter um Ihr Tagesgeschäft kümmern.“

Als alle gerade wieder erleichtert an ihre Arbeit zurückkehren wollen, schlagen plötzlich alle Anzeigen auf Rot um und die Alarmstufe 3 wird ausgerufen.

Schnell stellt sich heraus, dass das Anbieterteam am Vortag eine Eingabe übersprungen hat, um Zeit zu sparen.

Maya Bex bleibt ruhig und zieht umgehend das Back-up. „Ich brauche sofort die fehlenden Informationen, bevor sie überschrieben werden!“

Varek ist sofort zur Stelle: „Positiv! Ich habe hier drei Urlaubsanträge aus dem Vorjahr sowie alle Entwicklungspläne der Crew.“

Kurz darauf ist der Fehler behoben.

Maya lächelt Varek an: „Ich wusste, dass ich mich auf Sie verlassen kann!“

„Ähm, naja … das ist ja meine Aufgabe als Erster Offizier.“

„Logisch!“, erwidert Maya.

„Ach, JETZT arbeitet der feine Herr wieder, oder was?“, raunt Tyrell Navara zu, die vergeblich versucht, einen Lachanfall zu unterdrücken.

Logbuchauszug – XAYAMBE, Einsatz „Interimsprojektleitung auf der MERIDIAN“

  • Projektleitung interimistisch übernommen → Bindeglied zwischen Crew und Anbieter etabliert
  • Rollen und Zuständigkeiten fixiert → wer liefert, wer trifft Entscheidungen, wer wird informiert
  • Routinen eingeführt → wöchentliche Status-Meetings mit eindeutigen To-do-Listen.
  • Dokumentation aufgebaut → Übergaben, Abhängigkeiten, offene Punkte nachvollziehbar festgehalten
  • Kommunikation geordnet → klare Ansagen reduzieren Missverständnisse und Informationsverluste
  • Ressourcenengpass abgefedert → Projekt läuft ohne Beeinträchtigung des laufenden Betriebs

Ein effizientes Abendessen

Am Abend haben sich aus fünf Baustellen fünf To-dos und ein gemeinsamer Termin entwickelt.

Die MERIDIAN fliegt nun schon merklich schneller durch das All.

„Gut“, sagt Maya, „ich bleibe vorerst besser an Bord, um mich mit dem externen Team abzustimmen.“

Varek nickt mit unbewegter Miene. „In diesem Fall wäre eine gemeinsame Nahrungsaufnahme wohl am effizientesten.“

„Er meint ein gemeinsames Abendessen“, übersetzt Navara.

„Er meint ein Date“, ergänzt Morten schmunzelnd.

„Ich meine eine fachliche Abstimmung!“, erwidert Varek ungewohnt laut.

Maya zwinkert ihm zu und sagt: „Nennen wir es ein kollegiales 1:1 inklusive Abendessen – selbstverständlich ganz effizient.“

Logbuch, Ende (für heute)

Die MERIDIAN setzt ihren Kurs nach Arcadia fort und die Crew ist so entspannt wie schon lange nicht mehr. Doch auf den Anzeigen zeichnet sich bereits das nächste Abenteuer ab, denn die MERIDIAN nährt sich einem galaktischen Tor, das es in sich hat.

Habt ihr schon mal versucht, ein digitales HR-Projekt parallel zum Tagesgeschäft zu implementieren und euch dabei wie ein Jongleur mit zu vielen Bällen gefühlt?

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