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Teil 5: Der richtige Partner – oder warum Sympathie keine Verlässlichkeit ersetzt

Logbuchnotizen über Kursabweichungen in HR-Digitalprojekten, den Mehrwert externer Projektbegleiter und die epischen Raumabenteuer der MERIDIAN auf ihrer Reise zum Planeten Arcadia.

 

Ein ausgesprochen gelungener Abschlag

Captain Tyrell betritt die Brücke der MERIDIAN mit der Art von guter Laune, die entsteht, wenn man etwas entschieden hat, ohne sich mit Details aufzuhalten. Seine goldgelbe Uniform sitzt makellos. Er streicht zufrieden über den Ärmel und lächelt in die Runde.

„Ich glaube, wir sind uns einig. Ich weiß, wer unseren neuen Antrieb einbaut und betreut.“

Navara blickt von ihrem Terminal auf und hebt eine Augenbraue. „Wie denn so schnell?“

„Ich habe gerade auf dem Holo-Deck eine Runde Golf gespielt“, erklärt Tyrell. „Mit dem leitenden Ansprechpartner von einem der potenziellen Anbieter. Sehr angenehmer Typ. Klare Aussagen. Große Erfahrung.“

Aus dem Maschinenraum knackt Mortens Stimme: „Bitte was?“

Varek blinzelt. „Golf. Auf dem Holo-Deck. Mit einem der Anbieter.“

Tyrell nickt stolz. „Navara, ich habe Ihnen das Angebot weitergeleitet. Und zwei Vergleichsangebote. Das Universum ist groß, aber die Beschaffungsregeln sind ja leider überall gleich.“

Wenn „nett“ plötzlich das entscheidende Kriterium ist

Navara scrollt durch das Angebot. „Hier steht nicht drin, wer konkret auf unserem Projekt arbeitet. Keine Namen, keine Rollen, keine Verfügbarkeit.“

Tyrell winkt ab. „Ach, das ist doch nichts, worüber wir uns heute den Kopf zerbrechen müssen!“

Varek sieht sich das zweite Angebot an. Dann das dritte. Dann wieder das erste. „Entweder hatten alle denselben Texter“, sagt er, „oder niemand will später zitierfähig sein.“

Navara tippt auf eine Zeile. „Hier sind Punkte als optional markiert. Das kann heißen, dass es optional ist. Oder dass es später zwingend wird. Oder dass es nur optional ist, wenn man nicht fragt.“

„Und wenn man es dann braucht, kostet es bestimmt extra!“, sagt Morten.

Wenn im Angebot alles drinsteht, außer dem, was zählt

Tyrell lehnt sich seufzend vor. „Okay. Die sind zertifiziert, die haben Referenzen, die haben schöne Folien. Was wollen wir denn noch?“

„Leuchtende Folien sind im Universum ein bekanntes Warnsignal“, erklärt Varek. „Sie ersetzen meistens fehlende Zuständigkeiten.“

Navara scrollt weiter. „Hier steht alles, außer wer während der Implementierung erreichbar ist.“

„Der Klassiker“, kommentiert Morten. „Verantwortung ist im Angebot oft optional.“

In diesem Moment materialisiert sich auf Tyrells Armlehne ein roter SOS-Knopf. Tyrell blickt genervt in eine andere Richtung.

„Der Knopf geht nicht weg, wenn Sie ihn ignorieren“, bemerkt Navara.

„Ich drücke den nicht“, sagt Tyrell bockig. „Wir schaffen das auch so.“

„Natürlich“, antwortet Navara, lehnt sich vor und haut mit der Faust auf den Knopf.

Wer bleibt erreichbar, wenn der Pitch vorbei ist?

Kurz darauf materialisiert sich Maya Bex, Projektbegleiterin vom Begleitschiff XAYAMBE, auf der Brücke. Sie schaut auf den Hauptschirm, dann auf die Crew, dann auf Tyrells Gesichtsausdruck.

„Aha. Die Anbieterauswahl also“, stellt sie fest.

Varek räuspert sich. „Wir haben einige vielversprechende Optionen, aber verstehen die Unterschiede im laufenden Betrieb nicht so richtig – das hört sich in den Angeboten alles gleich an.“

Maya nickt. „Sie brauchen einen Implementierungspartner, der nicht nur verkaufen kann, sondern auch danach an Ihrer Seite bleibt. Also prüfen wir nicht, wer den besten Abschlag beim Golf hat, sondern, wer wirklich passt.“

Tyrell will etwas erwidern, entscheidet sich aber dagegen.

Maya deutet auf die drei Angebote. „Erstens: Erfahrung mit den Modulen, die Sie brauchen.“

Navara ergänzt sofort: „Und mit der HR als Fachbereich. Nicht nur mit der IT.“

„Zweitens“, fährt Maya fort, „Referenzen. Nicht „wir-haben-mal-irgendwo-was-gemacht“, sondern: Wer war die Zielgruppe, wie ähnlich war die Ausgangslage, und würde man dort heute wieder so entscheiden.“

„Und ob sie heute noch mit ihnen sprechen“, ergänzt Varek.

Maya nickt. „Drittens: Ressourcen. Wer arbeitet wirklich auf dem Projekt? Wie viele? Wann? Und was passiert, wenn jemand krank wird, kündigt oder plötzlich ‘strategisch woanders gebraucht’ wird.“

„So was passiert?“, fragt der Captain erstaunt.

Morten zieht eine Grimasse: „Ach, Tyrell. Hast du etwa schon vergessen, dass uns das erste Berater-Team im Stich gelassen hat?“

Maya fährt fort: „Viertens: Zertifizierungen. Die zeigen, dass jemand den Standard kennt. Ob er ihn in Ihrem Projekt auch einhält, ist eine andere Frage.“

„Logisch“, kommentiert Varek.

„Fünftens“, sagt Maya, „technische Expertise. Updates, neue Interfaces, Modulerweiterungen. Wer kann das? Und wer übernimmt Verantwortung, wenn es knirscht?“

Der Moment, in dem Kriterien stärker knistern als bunte Folien

Maya markiert Stellen, an denen Rollen fehlen. Morten streicht alles an, was sich wie „optional“ liest, aber später „zwingend“ wird. Varek und Navara prüfen unterdessen Abhängigkeiten und Schnittstellen.

Am Ende bleibt ein Anbieter übrig, der klar zeigt, wie er arbeitet, wenn es auch mal knirscht.

„Dann steht die Entscheidung“, sagt Maya und zwinkert dem Captain zu. „Und diesmal nicht wegen eines schönen Abschlags.“

„Ist ja gut! Ich möchte aber zu Protokoll geben, dass ich Golf grundsätzlich weiterhin für eine seriöse Methode für den Ausbau unseres Netzwerks halte!“

„Selbstverständlich“, sagt Maya. „Nur nicht für die Anbieterauswahl eines so wichtigen Systems!“

Logbuchauszug der XAYAMBE, Einsatz „Anbieterauswahl“ für das neue System der MERIDIAN

  • Implementierungspartner systematisch ausgewählt → nicht nach Sympathie, sondern nach Lieferfähigkeit
  • Erfahrung geprüft → passende Projekte, passende Module, passende Größenordnung
  • Referenzen eingeordnet → Vergleichbarkeit hergestellt, Lernkurven und Stolperstellen sichtbar gemacht
  • Ressourcen geklärt → wer arbeitet wirklich am Projekt, wann, in welcher Rolle
  • Zertifizierungen bewertet → Mindeststandard bestätigt, aber nicht mit Qualität verwechselt
  • Technische Expertise geprüft → Updates, Module, neue Interfaces, Eskalationswege und Verantwortlichkeiten geklärt
  • Empfehlung: passender Anbieterauswahl aus neutraler Begleitersicht → nachvollziehbar anhand von Fakten verifiziert und dokumentiert

See you soon, Maya Bex!

Maya dreht sich zum Ersten Offizier. „Bis zum nächsten Mal … Varek.“

„Die Wahrscheinlichkeit ist glücklicherweise hoch“, antwortet der Vulkanier mit unbewegter Miene.

Maya lächelt, tippt auf ihr Pad und verschwindet mit einem leisen Summen.

Navara wirft Varek einen forschenden Blick zu, sagt aber nichts.

Logbuch, Ende (für heute)

Die MERIDIAN hat jetzt nicht nur ein Ziel und ein zur Mission passendes System, sondern mit der Hilfe von Xayambe auch einen passenden Implementierungspartner gefunden.

Und das hilft (zumindest so lange, bis im laufenden Projekt die ersten Fachfragen auftauchen).

Habt ihr schon einmal einen Anbieter gewählt, der im Pitch überzeugt hat und später gemerkt: Die eigentliche Kompatibilität zeigt sich erst nach der Unterschrift?

 

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