Logbuchnotizen über Kursabweichungen in HR-Digitalprojekten, den Mehrwert externer Projektbegleiter und die epischen Raumabenteuer der MERIDIAN auf ihrer Reise zum Planeten Arcadia.
Drei Treffer, kein Kurs
Es ist auffallend ruhig auf der Brücke, während die MERIDIAN durch das All gleitet. So ruhig, dass Tyrell kurz befürchtet, das Universum sei gerade dabei, ein neues Update zu laden.
Jeder in der Crew hängt nach dem letzten Landgang auf Kallixa-9 seinen Gedanken nach. Dank des Treffens mit Maya Bex vom Begleitschiff XAYAMBE sind die Anforderungen an das neue Antriebssystem zwar geklärt, aber nun kommen mehrere Systeme infrage.
„Die Orion schwört auf den modularen Antrieb“, beginnt Navara. „Gute User-Experience, sagen sie.“
„Die Helios fährt seit Jahren stabil mit dem Kern-Antrieb“, entgegnet Morten, während er sich am Automaten einen Kaffee zieht. „Nicht hübsch, aber verlässlich.“
„Und die Nova VII hat mit dem High-Performance-Antrieb ihre Reichweite erhöht“, sagt Tyrell. „Allerdings können die immer erst nach einem morgendlichen Update starten.“
Wenn Vergleichstabellen an ihre Grenzen kommen
Varek seufzt. „Theoretisch erfüllen alle drei Systeme unsere Anforderungen.“
„Lasst uns einfach das Beste nehmen“, sagt Tyrell und blinzelt.
„Das ist doch genau unser Problem, Captain“, entgegnet Varek. „Bestes wofür? Für den Betrieb? Für Anpassungen? Für eine schnelle Integration? Für die nächsten drei Jahre?“
Morten nimmt einen Schluck Kaffee und ergänzt: „Und keiner erzählt, was der Spaß gekostet hat.“
Je länger diskutiert wird, desto verworrener werden die Anforderungen der einzelnen Abteilungen: Navara spricht über Schnittstellen und Integrationsfähigkeit, Morten über Wartungsaufwand und Belastungsszenarien und Tyrell über Skalierung.
„Jetzt haltet mal alle die Luft an“, ruft Varek ausgesprochen unvulkanisch aus. „Wir reden über die Orion und die Helios, als würden wir diese Schiffe fliegen! Das ist völlig unlogisch! Was ist mit uns? Mit der MERIDIAN?“
Auf der Brücke wird es still.
Die alles entscheidende Frage
Da materialisiert sich auf Tyrells Armlehne ein SOS-Knopf (der unseren treuen Leserinnen und Lesern inzwischen wohlbekannt ist). Der Captain seufzt und wirft seinem Ersten Offizier einen kurzen Blick zu. Der Vulkanier nickt.
Wenige Sekunden später steht Maya Bex, Projektbegleiterin vom XAYAMBE-Begleitschiff, vor ihnen.
„Guten Tag, ich nehme an, Sie sind an der Stelle, an der alle Optionen irgendwie richtig klingen“, sagt sie. „Und wahrscheinlich werden sie meine nächste Frage nicht mögen.“
Varek hebt die linke Augenbraue. „Das wäre mir neu.“
Maya lächelt ihm zu und fährt fort: „Was hält Sie im Alltag wirklich auf Kurs? Ohne auf Schicki-Micki-Dashboards und ‚Das haben alle anderen auch‘-Eitelkeiten zu achten.“
Morten räuspert sich. „Wir brauchen etwas, das stabil bleibt, auch wenn es ungemütlich wird. Und ich will keine Lösung, bei der jedes Update heißt, dass die halbe Crew ausrücken muss, als hätten wir gerade einen Alarm. Dann dreht sich alles nur um die eigene Wartung statt um den Betrieb.“
Navara nickt. „Und es wäre gut, wenn Anpassungen nicht jedes Mal eine neue Baustelle öffnen. Wir müssen steuern können, ohne ständig umzubauen.“
Tyrell zögert kurz, dann sagt er: „Und ich will nicht, dass wir in zwei Jahren wieder hier stehen, weil wir unterschätzt haben, was diese Entscheidung an Folgekosten, Aufwand und Diskussionen nach sich zieht.“
Die Projektbegleiterin nickt. „Sehr schön. Dann vergleichen wir nicht mehr, was gut klingt, sondern ob es in den Alltag auf der MERIDIAN passt.“
Was der Betrieb wirklich verlangt
Auf dem Hauptschirm stehen drei Optionen. Darunter vier Zeilen, die bisher niemand laut gelesen hat: Update-Rhythmus, Testaufwand, Integrationspunkte, interner Betrieb.
Navara tippt auf Option eins. „Gute Oberfläche. Aber hier steht: Anpassungen nur über Zusatzmodule. Und jedes Modul zieht wieder Schnittstellen nach.“
Morten geht zu Option zwei. „Stabil. Aber die Releases kommen quartalsweise. Heißt: vier Mal im Jahr testen wir uns einen Nachmittag lang aus dem Alltag.“ Er schaut kurz hoch. „Mindestens.“
Tyrell bleibt bei Option drei hängen. „Mehr Reichweite.“
Varek antwortet trocken: „Mehr Reichweite ist wertlos, wenn wir dafür jede Woche im Maschinenraum stehen.“
Auf dem Schirm bleibt nur noch eine Option übrig. Maya betrachtet die Anzeige einen Moment lang. „Gut“, sagt sie. „Dann steht die Entscheidung für das System. Was ist mit der Auswahl des Anbieters – brauchen Sie da noch Hilfe?“
„Wir kommen klar“, sagt der Captain und winkt ab. „Also wahrscheinlich …“
Sie lächelt wissend, nickt Varek zu, hebt die Hand zum Abschied und dematerialisiert sich.
Logbuchauszug der XAYAMBE, Einsatz „Beratung Softwareauswahl“ der MERIDIAN

- Mehrere Systeme passen fachlich → wir legen fest, wonach wir wirklich entscheiden
- IT-Gesamtbild geprüft → wie passt das System in die bestehende Systemlandschaft
- Entscheidungswege geklärt → wer entscheidet, wer bewertet, wer nur Input liefert
- Betrieb mitgedacht → Updates, Wartung und interne Kapazitäten wurden bewertet
- Blick nach vorn → Skalierung, Schnittstellen und Zukunftsstrategie wurden eingeordnet
- Ergebnis: Das System passt zu Strategie und Alltag → Entscheidung ist intern nachvollziehbar und tragfähig
Der nächste Schritt
Varek lässt den Blick über den Hauptschirm wandern. „Mit diesem System können wir arbeiten. Es passt hervorragend zu uns!“
Tyrell klatscht gut gelaunt in die Hände.
„Dann los. Lasst uns shoppen gehen! Wer hat dieses Wunderding denn im Angebot?“
Navara schaut besorgt zu Morten.
„Ich ahne Böses.“
Morten nickt und zieht sich noch einen Kaffee. „Klingt nach der nächsten Baustelle.“
Logbuch, Ende (für heute)
Die MERIDIAN hat ihre Entscheidung für das System getroffen, das zu ihrer Mission und zur Crew passt.
Doch jetzt kommt der Teil, den viele unterschätzen: Nicht jede Crew arbeitet mit jedem Dock-Team gut zusammen. Doch das ist ein anderes Abenteuer und soll ein anderes Mal erzählt werden.
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