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KEINE PANIK Vol. 2 – Teil 4: Vom unsichtbaren Zusatzgepäck im Migrationsprojekt

Logbuchnotizen der Crew des Raumschiffes AURORA über ihre Sta(H)R-Transformation im Mittelstand, den Wert erfahrener Bergführer und ihre Abenteuer auf dem Planeten Datura.

Aufbruch zwischen Optimismus und schwierigen Bergnamen

In Bergsteigerbüchern beginnt der Aufstieg mit bedeutungsschweren Blicken zum Gipfel und großen Worten. In der Realität schnallt Captain Levaro zum dritten Mal seinen Rucksack neu und murmelt leise vor sich hin. Der Himmel erinnert an kalten Tee mit einem Schuss Optimismus. Korvo und seine Männer warten schweigend am Pfad.

Falk wirft einen letzten Blick auf sein Signalmessgerät und nickt Maya zu. „Noch vier Tage. Und über Nacht hat das Signal drei weitere Prozent an Signalstärke verloren.“

Maya schultert ihren Rucksack. „Dann gehen wir jetzt los.“

Captain Levaro stellt sich vor die kleine Gruppe, räuspert sich, holt tief Luft und unternimmt wenigstens einen Versuch, der Bergsteiger-Romantik gerecht zu werden.

„Auf zum TRUD…JEL…KUM…SAP…viertausend!“

Aus der Ferne ist ein leises Grollen des Berges zu hören.

„Schon etwas besser als gestern, Captain“, sagt Maya und nickt Korvo zu.

Der Anführer der heimischen Valori seufzt resigniert.

Rudel-Logik und Projektwirklichkeit

Korvo und seine zwei Männer gehen voraus, gefolgt von Maya. Falk und Priya schließen sich an. Leo bildet die Mitte, den laminierten Projektplan in einer wasserdichten Hülle vor der Brust.

Captain Levaro fällt ans Ende der Gruppe und verkauft das ungefragt als Strategie: „Im Wolfsrudel bleibt der Anführer hinten, damit er alles im Blick hat. Das ist… sehr wichtig. Besonders am Berg.“

Leo blickt kurz zurück. „Nun ja, bei den Bergziegen geht das erfahrene Leittier voran und sucht den sichersten Pfad.“

Eine kurze Pause entsteht, in der nur die Schritte und der zunehmende Wind zu hören sind.

„Ich rede aber von Wölfen, Leo.“

„Die machen aber selten Bergwanderungen, Captain.“

Levaro schweigt, konzentriert sich auf seine Atmung und ignoriert Priyas Kichern.

Vorne dreht Korvo sich um und sagt etwas, das Maya übersetzt: „Wir müssen den Felsabsatz dort oben vor Sonnenuntergang erreichen. Wer den verpasst, schläft im Frost.“

Zusatzgepäck mit Fragezeichen

Nach einer Stunde dreht Maya sich um. „Wo ist denn der Captain?“

„Vor fünf Minuten war er noch hinter mir“, antwortet Leo.

„Fünf Minuten sind viel Zeit, wenn niemand hinschaut.“

Der Chef-Controller will etwas erwidern, überlegt es sich dann aber anders.

Die Gruppe kehrt um. Nach ein paar Minuten sehen sie Captain Levaro auf einem flachen Felsen am Rand des Weges sitzen.

„Alles in Ordnung, Captain?“, ruft ihm Maya zu.

„Nur eine kurze Lagebeurteilung“, keucht er. „Das ist aus strategischen Gründen wichtig.“

„Was denn für strategische Gründe?“, murmelt Falk. „Wir gehen diese Route hoch, synchronisieren unser System mit dem Signal und die Migration ist im Trockenen.“

Die Crew versammelt sich vor ihrem Captain.

Korvo und seine Männer stehen nur wenige Meter entfernt, tuscheln und lachen. Levaros Gesicht rötet sich. Er lehnt sich trotzig nach hinten, stutzt und greift hinter sich.

Dann zieht er einen grünmetallisch schimmernden Kasten zwischen den Felsen hervor – so tarnfarben, dass ihn bisher niemand bemerkt hat. Groß wie ein Almanach, aber überraschend schwer. Ein Zifferblatt, ein Hebel, ein schmaler Schlitz – und plötzlich ist es still in der Gruppe.

Ein gutes Gefühl und drei Back-ups

„Was ist das denn?“, fragt Priya misstrauisch.

Falk nimmt Levaro das Gerät ab und wiegt es kurz in der Hand. „Das Material ist alt. Sehr alt. Und ungewöhnlich schwer für seine Größe.“

„Ein Sender?“, überlegt Leo.

„Glaub ich nicht.“

„Ein Sprengkörper?“, fragt Priya schrill und geht einen Schritt zurück.

„Ach, was …“, antwortet Leo und gibt Levaro den Kasten eilig zurück. Der Captain betrachtet das Ding versonnen in den Strahlen der späten Nachmittagssonne.

„Das hier hat jemandem bestimmt mal viel bedeutet“, sagt er. „Ich werde es mitnehmen!“

„Das stand nicht auf der Ausrüstungsliste, Captain“, merkt Maya an. „Wir wollten eigentlich leichtes Gepäck.“

Falk prüft das Gewicht. „Niemand weiß, wozu es gut ist – oder ob es die Schlepperei wert ist.“

Levaro zuckt die Schultern. „Manchmal muss man auf sein Bauchgefühl hören.“

„Bauchgefühl … aha …“, wiederholt Leo tonlos.

„Als er das letzte Mal so ein Bauchgefühl hatte, haben wir versehentlich das gesamte Crew-Verzeichnis ins Test-Universum kopiert“, flüstert Priya Falk zu. „Weißt du noch?“

Falk nickt. „Oh ja. Wir haben Daans Personalakte aus drei Back-ups zusammensetzen müssen.“

Korvo sagt etwas und klingt dabei ungeduldiger als sonst.

„Wir müssen uns beeilen, wenn wir das Lager vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wollen“, übersetzt Maya.

Levaro quetscht den Kasten in seinen Rucksack. „Manche Dinge findet man nicht ohne Grund“, murmelt er trotzig.

Eine verzögerte Übersetzung

Falk schließt zu Maya auf. Eine Weile gehen sie schweigend nebeneinander, bis er sagt: „Was hat Korvo eben gerade noch gesagt?“

Maya wirft Falk einen anerkennenden Blick zu. „Korvo meint: Wer Dinge mitschleppt, deren Sinn er nicht kennt, kommt auf langen Wegen nur langsam voran.“

Falk wirft einen Blick zurück zu Captain Levaro, der mit schleifenden Schritten versucht, das Tempo der anderen zu halten. Jeder weitere Meter scheint ihn mit dem Artefakt im Rucksack immer mehr Überwindung zu kosten.

„Er wird langsamer“, stellt Maya fest. „Weil er nicht loslassen kann, was er vielleicht gar nicht braucht.“

 

Sie blickt die Gruppe an. „Bei einer Expedition zählt jedes Kilo. Wer Ballast mitschleppt, bleibt zurück – das gilt für Menschen und für Daten. Je mehr Altlasten, desto schwerfälliger wird der Aufstieg.“

Ballast-Abwurf mit System

Wer umzieht, nimmt keine Kisten voller Gerümpel mit. Für die Migration von SAP HCM zu SuccessFactors gilt das genauso. Veraltete Einträge und Dubletten kosten später mehr Zeit, als sie heute sparen.

Der Erfolg steht und fällt mit den Bestandsdaten: In SAP HCM hängen viele Daten voneinander ab. Fehler rächen sich sofort – etwa, wenn Vergütungsdaten übertragen werden, ohne die Organisation vorher zu bereinigen. Eine systematische Vorbereitung ist hier Pflicht:

  • Datenqualität & Legacy-Cleanup: Identifikation und konsequente Bereinigung von veralteten Datensätzen und Dubletten – noch vor der eigentlichen Migration.
  • Präzises Datenmapping: Erstellung eines Mapping-Templates, das jedes Feld aus dem HCM-Altbestand eindeutig und fehlerfrei dem Zielsystem in SuccessFactors zuordnet.
  • Realistische Planung: Klare Unterscheidung zwischen dem, was „sauber“ ist, und dem, was bis zum Go-live noch aufbereitet werden muss.

Xayambe bringt dafür erprobte Vorlagen mit und stellt die Fragen, die im Tagesgeschäft niemand stellt: Was ist wirklich sauber, was nur scheinbar, und was lässt sich realistisch bis zum Go-live korrigieren und verschlanken?

Wenn der Tag noch eine Pointe bereithält

Kurz vor Anbruch der Dämmerung erreicht die Gruppe den Felsabsatz.

Korvo und seine Männer schlagen das Lager auf. Maya hilft beim Verteilen der Schlafsäcke, Falk und Priya sammeln Brennmaterial und Leo trägt die Vorräte in die Mulde. Captain Levaro setzt sich auf einen Stein und betrachtet sein merkwürdiges Fundstück.

Nach einer halben Stunde steht das Lager und ein kleines Feuer brennt.

Da winkt Korvo die Crew aufgeregt zu sich und deutet nach oben. Auf einem Felsvorsprung etwa zweihundert Meter über ihnen bewegt sich etwas. Falk hebt sein Fernglas.

„Da kommt jemand“, sagt Maya. „Falk, geben Sie mir mal das Fernglas.“ Sie blickt durch und runzelt die Stirn. „Diese Person ist erstaunlich entspannt unterwegs. Und was … hat sie etwa … ein Cocktailglas in der Hand?“

Priya schirmt die Augen vor den letzten Strahlen der Abendsonne ab. „Ich sehe ein Hemd in sehr lebhaften Farben.“

Levaro stöhnt leise auf. „Cocktailglas und buntes Hemd? Ach du liebe Galaxie. Sagt mir bitte, dass das nicht diejenige ist, von der ich glaube, dass sie es ist.“

Falk senkt das Fernglas und wirft Levaro einen ängstlichen Blick zu.

„Tut mir leid, Captain. Aber sie ist es.“

Logbuch, Ende (für heute)

Die AURORA-Crew ist unterwegs. Der schwierigste Teil der Route steht noch bevor, das Signal schwindet weiter – und Captain Levaros Rucksack wird immer schwerer. Was es mit dem seltsamen Fundstück auf sich hat, ob es am Ende Fluch oder Rettung ist, und wer da oben mit Cocktailglas und buntem Hemd wartet, erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

Habt ihr vor einem Migrationsprojekt schon einmal in eure eigenen Daten geschaut und festgestellt, dass die Hälfte der Einträge mehr Geschichte als Inhalt hat? Oder schleppt ihr gerade etwas ins nächste System, von dem niemand mehr genau sagen kann, wofür es eigentlich war und wie viel es inzwischen wiegt? Meldet euch bei uns!

 

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